Ein Kassenbon von Bauhaus mit Dübeln (19%) und Gartenpflanzen (7%) auf demselben Bon ist im Baumarkt-Alltag normal — aber ein einzelner Buchungssatz kann nur einen Steuersatz abbilden. Hier die korrekte Vorgehensweise.
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Baumärkte verkaufen neben klassischem Baumaterial (19% MwSt) auch Produkte mit ermäßigtem Steuersatz — allen voran lebende Pflanzen (7%). Landet beides auf einem Kassenbon, entsteht ein sogenannter Mischbeleg.
Ein Mischbeleg wird nicht als eine, sondern als zwei getrennte Buchungszeilen erfasst — eine für den 19%-Anteil, eine für den 7%-Anteil. Beide erhalten dieselbe Belegnummer (Belegfeld1), damit DATEV sie eindeutig demselben Ursprungsbeleg zuordnet, aber jeweils den korrekten BU-Schlüssel: BU 9 für 19% Vorsteuer, BU 8 für 7% Vorsteuer.
Auch die Kontenzuordnung kann sich unterscheiden — Baumaterial läuft in SKR03 häufig über Konto 3400, während Pflanzen und Gartenprodukte teils auf ein eigenes Konto (z. B. 3300) gebucht werden.
EXTF;700;21;Belegfeld1;Belegdatum;Konto;Gegenkonto;BU;Brutto;Belegtext\n;BH-992341;01092025;3400;1600;9;42,90;BAUHAUS - Duebel Schrauben\n;BH-992341;01092025;3300;1600;8;18,50;BAUHAUS - Gartenpflanzen
Beide Zeilen tragen dieselbe Belegnummer BH-992341, aber unterschiedliche Konten, BU-Schlüssel und Beträge — zusammen ergeben sie den vollen Bruttobetrag des Kassenbons.
Der falsch zugeordnete Anteil wird mit dem falschen Vorsteuersatz erfasst — im Fall eines zu hoch angesetzten Satzes kann das bei einer Prüfung zu einer Korrektur und Nachzahlung führen.
Ja — beim Scannen erkennt die KI pro Position den jeweiligen Steuersatz und erzeugt bei Bedarf automatisch zwei getrennte Buchungszeilen mit passendem BU-Schlüssel.
Für den vollen Vorsteuerausschluss bzw. 0%-Positionen wird üblicherweise BU 0 verwendet — sprich im Zweifel kurz mit deinem Steuerberater ab, wie eure Kanzlei das im konkreten SKR-Kontenrahmen handhabt.